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Tagung: Rechtspopulismus und Judenfeindschaft. Kontinuitäten - Brüche - Herausforderungen

Veranstalter: Zentralrat der Juden in Deutschland in Kooperation mit der Bildungsstätte Anne Frank

 

Antisemitismus, Rassismus, Fremdenfeindschaft, Migrationsgesellschaft: Diese Stichworte prägen zunehmend die gesellschaftliche, wissenschaftliche und pädagogische Auseinandersetzung mit Vorurteilen und mit ausgrenzenden Denk-und Deutungsmustern. Vielfach schwankt die Diskussion zwischen Engagement und Orientierungslosigkeit, zwischen eindeutigen Positionen und Differenziertheit. So stellt die Zunahme von rechtspopulistischen Einstellungen und Parteien in Deutschland, Europa und den USA die antisemitismuskritische Bildungsarbeit vor neue Herausforderungen.

Das lautstarke Wüten gegen eine imaginierte »Überfremdung « des eigenen »Volkes« durch Migranten und Flüchtlinge verdeckt das antisemitische Ressentiment, das sich über Umwege Ausdruck verleiht. So ist in der Rede von der »Lügenpresse« unschwer das Stereotyp jüdisch kontrollierter Medien zu erkennen, die »Kritik der Herrschaft des Kapitals« verweist auf das antisemitische Bild des »jüdischen Wucherers« und die Vorstellung, eine unkontrollierbare Fremdgruppe organisiere die vermehrte Einwanderung von Flüchtlingen, schließt an das alte Phantasma an, die Juden würden den Nationalstaat untergraben.

Die Bilder, derer sich bedient wird, verraten ihre antisemitische Herkunft nicht offen, sondern gerieren sich als Sorge um einen wahrgenommenen Verlust »völkischer und nationaler Selbstbestimmung« – eine Angst, die von zahlreichen rechtspopulistischer Parteien und Bewegungen in Europa geschürt wird.

Die Tagung widmet sich daher der Frage, wie antisemitismuskritische Bildung neben der Analyse der genannten Phänomene auf das Erstarken rechtpopulistischer Einstellungen in der »Mitte der Gesellschaft« reagieren kann.

 

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