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Tagung: Israelbezogener Antisemitismus in der pädagogischen Auseinandersetzung - Für pädagogische Fachkräfte in Schule und Jugend(sozial)arbeit

Veranstalter: Evangelische Akademie Loccum

 

Wo fängt Antisemitismus in Bezug auf Israel an? Was kennzeichnet gute pädagogische Auseinandersetzungen darüber? Wie kann der Nahost-Konflikt differenziert thematisiert werden? Welche Möglichkeiten zur langfristigen Prävention gibt es? Äußerungen von Jugendlichen bedürfen besonderer Aufmerksamkeit: Welcher Hintergrund, welche Perspektive spielt für sie eine Rolle? Welche Bedeutung haben eigene Diskriminierungserfahrungen? Wie lässt sich eine klare Grenze ziehen, ohne die Jugendlichen moralisch zu verurteilen? 

Viele Pädagoginnen und Pädagogen in Schule und Jugendarbeit sind unsicher, wie sie mit Jugendlichen Antisemitismus thematisieren können, insbesondere wenn der Nahostkonflikt mit ins Spiel kommt. Wie können sie eine reflektierte pädagogische Position entwickeln, sodass sie eine Auseinandersetzung überzeugend initiieren können?

Dafür ist zunächst einmal der israelbezogene Antisemitismus wahrzunehmen. Dieser bildet, neben rechtsextremen und verschwörungstheoretischen Vorstellungen, das zentrale Element des aktuellen Antisemitismus. Politische Vorstellungen sind dabei mit antisemitischen Bildern amalgamiert. Jüdinnen und Juden werden mit Israelis gleichgesetzt und für politische Entscheidungen der israelischen Regierung verantwortlich gemacht. Jüdische Schüler/innen werden aufgefordert, sich zur Politik Israels zu verhalten oder sie werden verbal oder körperlich angegriffen.

Zentrales Thema der Tagung werden die Handlungs- und Gestaltungsräume sein, die Pädagoginnen und Pädagogen haben. Wie können sie kurzfristig intervenieren, welche langfristigen Strategien der Auseinandersetzung sind möglich? Und wie können sie Grenzen setzen und dennoch mit Jugendlichen ins Gespräch kommen, ihnen Orientierung bieten und präventiv wirken? (Wie) Kann eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Nahostkonflikt die antisemitismuskritische Arbeit unterstützen? Workshops bieten dazu auch Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch und zur Arbeit an Fallbeispielen.

Abschließend beschreiben Teilnehmende und Referent/innen die Elemente einer guten Pädagogik gegen (israelbezogenen) Antisemitismus und formulieren, welcher konkreten Unterstützungsstrukturen es in den nächsten Jahren bedarf, damit sie besser umgesetzt werden können.

 

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