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Tagung: Antisemitismus - Neue Formen, aktuelle Herausforderungen und das „Nie wieder!“ als Staatsräson

Veranstalter: Evangelische Akademie der Pfalz, in Kooperation mit dem Europäischen Institut für interkulturelle und interreligiöse Forschung und dem Landeskirchlichen Arbeitskreis Kirche und Judentum

 

Hass und Bedrohung schlägt Jüdinnen und Juden in Deutschland auch 70 Jahre nach der nationalsozialistischen Diktatur und der Shoa noch immer entgegen. Allein 2017 wurden über 1.100 Angriffe auf jüdische Einrichtungen und Personen aktenkundig. Fast jede jüdische Einrichtung steht unter Polizeischutz, das öffentliche Tragen der Kippa birgt die Gefahr einer tätlichen Attacke. Dabei bedroht der Antisemitismus nicht nur Jüdinnen und Juden, sondern unsere Gesellschaft als ganze, stellt er doch die grundlegenden Werte des Rechtsstaates in Frage.

Die aktuellen Erscheinungsformen von Antisemitismus in Deutschland und Europa zeigen sich in unterschiedlichen Facetten: Neben rechtsextremistischen und populistischen Spielarten werden die Grenzen zwischen Israelkritik und Judenfeindschaft verwischt. Das Internet stellt eine weitere Plattform dar. Eine Langzeitstudie der Technischen Universität Berlin dokumentiert in der Analyse von über 300.000 Netzeinträgen einen meist anonym vorgetragenen Hassausbruch. Schließlich sieht man in den Medien neuerdings auch gewalttätige Übergriffe von Muslim*innen. Handelt es sich hierbei um Einzelfälle oder hat die Zunahme des Judenhasses auch etwas mit dem Thema Migration zu tun?

Die Tagung widmet sich diesen Facetten und den sich daraus ergebenden Fragestellungen. Wir laden Sie ein zu Analysen, Reflexion, Gespräch und Diskussion. Neben Vorträgen werden auch zwei Workshops und eine Podiumsdiskussion angeboten. Wir versuchen damit die Teilnehmer*innen nicht nur zu einem sachlichen inhaltlichen Austausch anzuregen, sondern ihnen auch Ansätze zur notwendigen Prävention mit auf den Weg zu geben.

 

Ort:
Protestantisches Bildungszentrum Butenschoen-Haus
Luitpoldstraße 8, 76829 Landau

 

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